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Besuch der GfW-Sektion Wetzlar/Lahn-Dill in Kassel am 17. Juli 2009 Folgend verschiedenen Abstimmungen zu aktuellen, politischen Ereignissen und übereinstimmender Bewertungen von globalen sicherheitspolitischen Entwicklungen der letzten 18 Monate und auch der Erkenntnis, zu einer wünschenswert engeren Zusammenarbeit der benachbarten Sektionen zu gelangen, hatte der SL der GfW-Sektion Kassel erstmals nach Nordhessen eingeladen, nachdem er selbst mit seiner Gattin mehrere Abendveranstaltungen in Wetzlar besucht hatte. Hierbei spielte sicherlich auch eine inzwischen recht deutliche, persönliche Wertschätzung, auch nach mehrfach und gemeinsam besuchten GfW-Veranstaltungen auf Landes- und auf Bundesebene, eine mitbestimmende Rolle. SL der GfW-Sektion Kassel, Herr Berthold Theus, hatte also vor ca. 3 Monaten die Sektionsführung Wetzlar / Lahn-Dill zu einer gemeinsamen Veranstaltung nach Kassel eingeladen. Dafür hatte die Kasseler Sektion ein attraktives Programmangebot erarbeitet und der SV der Wetzlarer Sektion, OTL a.D. Hartmut Grosskreuz, zusammen mit dem Schriftführer und Schatzmeister, OTL a.D. Norbert List, führten insgesamt 18 Mitglieder der Wetzlarer Sektion mit der Bahn nach Kassel. Hier wurden die Gruppe zunächst von Herrn Hptm d.R. Berthold Theus auf das Herzlichste begrüßt, danach ging es in privaten Fahrgemeinschaften mit der Kasseler Sektion in das ca. 20 km entfernt gelegene Fuldatal/Rothwesten, zu einem ehem. Fliegerhorst der Wehrmacht, der nach dem 2.Weltkrieg zunächst von der USA, dann ab 1972 von der Bundeswehr militärisch genutzt wurde. Das Ziel dieses Besuches der beiden Sektionen mit inzwischen ca. 35 Personen war jedoch das auf diesem Gelände im Hause „Posen“ gelegene Deutsche Währungs-Reformmuseum zum Geheimen Konklave von 1948. Spannend und detailgetreu in den Abläufen der Ereignisse im Frühsommer 1948 trug dazu das Kasseler GfW-Mitglied, OStFw a.D. Bernd Niesel, als zuständiger und ehrenamtlicher Museumsverantwortlicher, etwa 1 ½ Std. lang vor, schilderte die Arbeit der ausgesuchten 11 Männer und Frauen unter strikter US-Bewachung, die Schiffsanlandung des in den USA gedruckten neuen Geldes in getarnt beschrifteten Möbelkisten (doorknobs = Türknaufe !) für die 3 Westsektoren, die planmäßige und fast perfekte Verteilung an die Bevölkerung in nur wenigen Tagen im Juni 1948 ( eine logistische Meisterleistung ! ) und unendlich vieles mehr. Anschließend folgte ein kleiner, geführter Rundgang durch die interessanten Ausstellungsräume. Neben den alten ( Reichsmark ) und den neuen Geldscheinen ( Deutsche Mark ) konnte der Originalarbeitstisch der internierten Experten unter der verantwortlichen Leitung von US-Leutnant Tenenbaum und die Kurzbiografien aller Akteure einschließlich den Porträts der politisch Verantwortlichen im Alliierten Kontrollrat und natürlich auch die schier unendlich vielen Exponate zum Zeitgeschehen, gesehen und betrachtet werden. Wir waren damals noch streng unter alliierter Militärverwaltung in allen 4 Besatzungszonen Deutschlands, die Gebiete jenseits von Oder und Neiße waren bereits als Kriegsfolge abgetrennt und 11 Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlingen drängten sich in allen Teilen des nun so klein gewordenen und stark zerstörten Deutschlands ! Und eine Bundesregierung oder eine Regierung der Deutschen Demokratischen Republik gab es ja im Sommer 1948 auch noch nicht und die Hauptwährungen bis dahin waren US-Dollar, Zigaretten, Kaffee und Seidenstrümpfe und auch anderes mehr, was man eben anbieten konnte !
Mitglieder der Sektion Wetzlar/Lahn-Dill vor dem Haus "Posen" Der Besuch im Währungsreformmuseum von Rothwesten ist einfach ein sehr empfehlenswertes Erlebnis, das man aber nur in direkter Absprache mit OStFw a.D. Bernd Niesel ( b.niesel@gmx.de ) mit interessierten Gruppen haben kann ! Zurück ging es danach nach Kassel und Bad Wilhelmshöhe, denn am frühen Abend diese 17. Juli 2009 startete dort in den bewirtschafteten Räumen der „Zur Marbachhöhe“ auf dem Gelände der ehem. Lüttich-Kaserne ( hier hat auch die GfW-Kassel ihre Geschäftsräume ) das Sommerfest der Sektion Kassel. An vielen Tischen im überdachten Außenbereich des großen Veranstaltungsgebäudes waren etwa 60 Personen anwesend und fühlten sich wohl. Nach der Vorstellung der Teilnehmer und kurzen Ansprachen von Herrn Theus und Herrn Grosskreuz wurde dann in allerbester Gemeinschaft gut gespeist, getrunken und erzählt, zwischendurch konnten noch ausführlich die erlebenswerten, reich ausgestatteten Traditionsräume der früheren Einheiten, Verbände und Großverbände (2. PzGrenDiv, Kasseler Jäger-42er und die Blauen aus Zwehren) am Standort Kassel besucht werden. Hierbei traf man auf manche recht bekannte militärische Persönlichkeit, die selbstverständlich irgendwann einmal im Laufe der Karriere auch im Standort Wetzlar zu verzeichnen war. Ein schönes Wiedersehen und ein fröhliches Erinnern an manche gemeinsame Übung, Begegnungen im Manöver oder eben einfach an parallele Dienstjahre in Kassel oder aber in Wetzlar machten diese Begehungen der verschiedenen Traditionsräume besonders interessant. Spät am Abend und nach vielen persönlichen Gesprächen, dem ersten näheren Kennenlernen und dem bereits beginnenden, fleißigen Erörtern von möglichen gemeinsamen Veranstaltungsvorhaben und auch dem zaghaften Schmieden von zukünftigen und auch Kosten sparenden gemeinsamen Reiseplänen, klang dieser schöne Sommerabend mit der Überreichung von netten, kleinen Abschiedsgeschenken durch die Kasseler Sektionsführung an alle Teilnehmer aus. Als Résumé kann nach diesem lohnenswerten und sehr erinnerungsträchtigen Besuch der Wetzlarer bei der Kasseler GfW mit großer Übereinstimmung festgestellt werden, dass es manches Gebiet engerer Zusammenarbeit und damit auch einer Kosteneinsparung z.B. durch Referentenweiterempfehlungen (z.B. anlässlich einer gemeinsam geplanten und damit abgestimmten Vortragsreise ) oder von gemeinsamen Reisen geben könnte und wir es auch ruhig einmal versuchen sollten. Die Wetzlarer hoffen nun natürlich auch, dass die Kasseler Sektion im Jahr 2010 einer bereits ausgesprochenen Gegeneinladung zum nächsten Sektionssommerfest mit reichem Stadtprogramm in Wetzlar an die Lahn folgen wird. Die Sektionsführungen bleiben in entsprechend engem Kontakt. Dieser gemeinsam erstellte Bericht zum 17. Juli 2009 in Kassel und Rothwesten sei ein erster, guter Beweis dafür für alle weiteren Absichten.
Hartmut Grosskreuz, SV Wetzlar-- Berthold Theus, SL Kassel
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