• Di, 24. April 2012
    Wetzlar / Lahn - Dill
    Vortragsabend
    "Erste Bilanz der Aussetzung
    von Wehr- und Zivildienst"
  • Do, 19. April 2012
    Fulda
    Vortragsabend im Bonifatiushaus
    "Frauen im Islam"
    mit Frau Serap Cileli
  • Do, 22. März 2012
    Saar
    Vortragsabend
    "Russlands Sicherheitspolitik
    nach der Präsidentschaftswahl"
  • Mi, 21. März 2012
    Kaiserslautern
    Vortragsabend
    "Russlands Sicherheitspolitik
    nach der Präsidentschaftswahl"
  • Mi, 14. März 2012
    Rhein - Main
    Das sicherheitspolitische
    Gespräch im PAULANER
    Wiesbaden
  • Di, 13. März 2012
    Koblenz
    Vortragsabend "Neuausrichtung
    der Bundeswehr aus Sicht
    des Bundeswehrverbandes"
  • Do, 08. März 2012
    Saar
    Vortragsabend
    "Der Arabische Frühling -
    Erfahrungen und Eindrücke"
  • Mi, 07. März 2012
    Idar - Oberstein
    Vortragsabend
    "Der Arabische Frühling -
    Erfahrungen und Eindrücke"
  • Di, 28. Februar 2012
    Koblenz
    Vortragsabend
    "Iran und der
    Arabische Frühling"
  • Mo, 27. Februar 2012
    Bad Neuenahr - Ahrweiler
    Vortragsabend
    "Iran und der
    Arabische Frühling"
  • Fr, 17. Februar 2012
    Saar
    Eigenbericht zum Vortragsabend
    "Afghanistan - nach den Aufbau-
    nun die Abzugsillusionen"
  • Do, 16. Februar 2012
    Waldeck - Frankenberg
    Eigenbericht zum Vortragsabend
    "Die deutschen Interessen in
    afghanisch-asiatischen Region"
  • Mo, 23. Januar 2012
    Waldeck - Frankenberg
    Presseberichte
    "Bundestagsabgeordnete berichten
    über Bundeswehrreform"
  • Fr, 20. Januar 2012
    Bad Neuenahr / Ahrweiler
    Pressebericht zum Vortrag
    "Auf der Suche nach vernetzter Sicherheit" am 16.01.2012

Nachschau - Veranstaltung am 10.01.2012

 

Vortragsabend

zum Thema

Der Reformprozess der Bundeswehr –

aktuelle Situation und perspektivischer Ausblick

Referent:

Oberstleutnant i.G. Rüdiger Heinrich

Führungsstab der Streitkräfte, Berlin

Mit einem Grußwort von

Brigadegeneral a.D. Klaus Vollmer, Herborn

am Dienstag, 10. Januar 2012, 19.00 Uhr

im Café Waldhof, Magdalenenhäuser Weg 40,

Wetzlar (300 m oberhalb des Tierheims) 

*****

Pressebericht

vom 13.01.2012

„Sie sind unverzichtbar“

Wehrexperte weist auf die Bedeutung der Reservisten hin

Wetzlar (hg). Als einen, auch zukünftig unverzichtbaren Teil der Sicherheitsvorsorge
Deutschlands“ hat Oberstleutnant im Generalstabsdienst Rüdiger Heinrich im Wetzlarer „Café Waldhof“ die Reservistinnen und Reservisten bezeichnet.

Der Referent für militärische Grundlagen und Konzepte im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin sprach dort auf Einladung der Sektion Wetzlar/Lahn-Dill in der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik über die derzeitige Reform der Bundeswehr, für die die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht und die geplante Reduzierung der Truppen auf 185 000 Berufs- und Zeitsoldaten kennzeichnend sind.

Gefragt seien bei der zeitweiligen Einberufung von Reservisten nicht allein deren militärische Fähigkeiten. Darüber hinaus lege die „Bundeswehr in neuer Gestalt“ auch auf ihre zivilberufliche Qualifikation Wert. „Damit können unsere Reservisten zur Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Bundeswehr an neue Herausforderungen entscheidend beitragen, sie sind unverzichtbar“, beschrieb der Generalstäbler die Wertschätzung der Reserve. Zudem übernähmen die Reservisten mit ihrem vorübergehenden Einsatz in der stehenden Truppe „eine Scharnierfunktion zwischen Bundeswehr und Gesellschaft“. Mit dieser personellen Verzahnung könne auch der Gefahr begegnet werden, dass sich die Bundeswehr als Freiwilligenarmee zu einer geschlossenen Gesellschaft entwickle.

In seiner Beurteilung der „wohl größten Neuausrichtung“ der Bundeswehr in ihrer 55-jährigen Geschichte mit bisher fünf zurückliegenden Reformen legte Heinrich Wert auf die Feststellung, dass die deutschen Truppenverbände eine „Parlamentsarmee“ darstellen, deren materielle und personelle Ausstattung sowie deren Einsätze vom Bundestag festgelegt würden. So beruhe auch die Umwandlung der Bundeswehr von einer Wehrpflichtigen- in eine Freiwilligenarmee auf einer politischen Entscheidung. Betroffen davon seien nicht nur die Truppenverbände mit ihren Stäben, sondern ebenso das Verteidigungsministerium, in dem in Zukunft neben den Militärs mehr Zivilisten als bisher tätig sein würden, berichtete Heinrich.

Scharnier zwischen Bundeswehr und Gesellschaft

Was die materielle Ausstattung der Truppe angehe, sei es nach dem Ende des Kalten Krieges und seiner damit einhergehenden Bedrohung nun nicht mehr nötig, Gerätschaften im bisherigen Ausmaß vorzuhalten. Nunmehr habe sich ihre Beschaffung an den Erfordernissen der Völkergemeinschaft zur Befriedung von Konfliktregionen zu orientieren. Damit leiste die Bundeswehr ihren Beitrag zur Konsolidierung der Staatsfinanzen.

Allerdings, betonte Heinrich, sei bei der Übernahme von Verantwortung für Frieden
und Freiheit gegenseitiges Vertrauen unter den Nato-Partnern unverzichtbar. So habe Deutschland die Zurückhaltung der Bundesregierung bei der Sperrung des Luftraums über Libyen einen großen Vertrauensverlust eingebracht. Ursache dafür sei nicht allein der Verzicht auf Einsätze der deutschen Luftwaffe bei diesem Unternehmen gewesen. Viel eher habe die nicht erkennbare Bereitschaft seitens Deutschlands zu einer vorherigen Abstimmung mit den anderen Nato-Partnern dazu geführt. Anerkennung zollte der Referent Verteidigungsminister Thomas de Maizière, als er über die Reduzierung der Bundeswehrstandorte sprach. Seiner umsichtigen Vorgehensweise sei es zu verdanken, dass deren Festlegung unter den Betroffenen
weithin einvernehmlich verlaufen sei und dabei zugleich sozialverträgliche Maßnahmen ins Auge gefasst worden seien.

Eröffnet worden war der erste Vortragsabend der hiesigen Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik im neuen Jahr durch den Brigadegeneral a. D. Klaus Vollmer (Herborn) mit einem Dank an Oberstleutnant a. D. Hartmut Großkreuz (Katzenfurt) für dessen niveauvolle Gestaltung der Vortragsabende im zurückliegenden Jahr.

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