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    Vortragsabend
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  • Mo, 14. Mai 2012
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    Pressebericht zum Vortrag
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    "Schüler stellen sich Krisenfragen"
  • So, 29. April 2012
    Frankfurt/M. - Gießen
    Nachschau 22. Busecker Forum
    "Von der Weltwirtschaftkrise zur 'Weltordnungskrise'"
  • So, 29. April 2012
    Saar
    Eigenbericht zum Vortragsabend
    "Aufbau einer Polizeiorganisation in Afghanistan"
  • Mi, 25. April 2012
    Bad Neuenahr - Ahrweiler
    Pressebericht
    "Attraktivität und Einsatzfähigkeit der Bundeswehr verbessern"
  • Mo, 23. April 2012
    Fulda
    Eigenbericht zum Vortrag
    "Frauen im Islam"
  • Mi, 14. März 2012
    Bad Neuenahr - Ahrweiler
    Pressebericht
    "Islamische Visionen und realpolitische Grenzen"

Nachschau - Veranstaltung am 06.04.2011

 

Vortragsabend

zum Thema

Das unheimliche, zerstörerische Wirken

der STASI  bis heute!

Referent:

  Dr. H.-J. Grasemann

Oberstaatsanwalt, Braunschweig

am Mittwoch, 06. April 2011, 19.00 Uhr

im Café Waldhof, Magdalenenhäuser Weg 40, Wetzlar

 

*****

Pressebericht

vom 14.04.2011

Wo "Honni" selbst die Feder führte
Vortrag beleuchtet die Stasi

Wetzlar (hg). Die Machenschaften des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) sind noch einmal lebendig geworden, als Hans-Jürgen Grasemann aus Braunschweig im Café Waldhof in Wetzlar über deren Einwirken auf das
öffentliche und private Leben der Menschen in Mitteldeutschland sprach.

Grasemann ist langjähriger stellvertretender Leiter der Zentralen Erfassungsstelle für DDR-Unrecht in Salzgitter. Eingeladen zu dem Vortrag über "Das unheimliche und zerstörerische Wirken der Stasi bis heute" hatte die hiesige Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik mit dem Vorsitzenden Oberstleutnant a.D. Hartmut Großkreuz.

Die Nachwirkungen der Stasi-Herrschaft in der DDR beschrieb Grasemann mit Worten des Leipziger Schriftstellers Ernst Loest, der seinerzeit wegen angeblicher subversiver Tätigkeit gegen die DDR zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt worden war: "Zeitgeschichte, das ist Geschichte, die noch qualmt." Mit diesem Zitat verband Grasemann die Frage nach dem Verbleib von 91.000 hauptamtlichen Stasi-Mitarbeitern und deren zuletzt 173.000 informellen Mitarbeitern nach dem Zusammenbruch des DDR-Regimes 1989. Damit stehe auch die Frage im Raum, wo sich heute noch Nachwirkungen eines durchorganisierten Bespitzelungssystems zeigen.

Grasemann bezeichnete den DDR-Staat aufgrund seiner bei der Zentralen Erfassungsstelle gewonnenen Erkenntnisse als einen Unrechtsstaat, dessen Richtlinien von der herrschenden SED bestimmt worden seien. Für politische Gerichtsverfahren sei das Drehbuch bereits vor dem Prozessausgang von der Stasi geschrieben und den Richtern zur Beachtung vorgelegt worden. Selbst Verhandlungsdauer und Strafmaß seien mitunter vorgeschrieben worden. Teilweise wiesen diese Unterlagen auch handschriftliche Eintragungen der amtierenden Parteichefs und Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht und Erich Honecker aus, berichtete Grasemann vor 40 Zuhörern.

Um den Erfolg von Bespitzelungen sicherzustellen, habe die Stasi Verwandte, Freunde und Kollegen angeworben. Die Verhörmethoden, wie sie etwa im Stasi-Zentralgefängnis BerIin-Hohenschönhausen praktiziert worden seien, hätten sich an der sowjetischen KGB-Verhörpraxis orientiert.

Überwachung von Briefen, Paketen und Telefonen

dient nur dem Machterhalt

10 000 Telefonanschlüsse in der DDR seien täglich gleichzeitig von der Stasi abgehört und rund 30 000 Apparate in Westdeutschland ständig überwacht worden. Auch die mit technischer Präzision betriebene Brief- und Paketüberwachung der Stasi als "Schwert und Schild der Partei" habe einzig der Machtsicherung der SED gedient.

Nicht zuletzt habe "der lange Arm der Stasi" bis in die Bundesrepublik gereicht. 560 Entführungen aus Westdeutschland und Westberlin seien in den Unterlagen dokumentiert, berichtete Grasemann. Überhaupt seien fast alle operativen Vorgänge der Stasi selbst "mit deutscher Gründlichkeit" sorgfältig registriert worden. Für Grasemann gelten sie als Urkundsbeweise für das in der DDR geschehene Unrecht.
Deshalb dürften die Stasi-Akten nicht geschlossen werden, zumal ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit neuerdings ihre Arbeitsweise öffentlich als rechtsstaatlich zu legitimieren versuchten und ihre Opfer dabei in Vergessenheit gerieten.

 

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Der Herr der Akten: Hans-Jürgen Grasemann

 

"Die Grenzsoldaten wollten nicht schießen"

 

STZ-Interview über DDR-Unrecht

 

Versöhnungsdiskussion bei der KAS

 

 

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