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Nachschau - Veranstaltung am 12.01.2012 |
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Vortragsabend zum Thema Aktuelles aus der Bundeshauptstadt - die neue Bundeswehrstruktur Referenten: MdB Bernd Siebert (CDU) MdB Ullrich Meßmer (SPD) Donnerstag, 12. Januar 2012, 19.30 Uhr Burgwald - Kasino ***** Pressebericht
vom 23.01.2012 Bundestagsabgeordnete Siebert und Meßmer berichten aus Berlin über die Bundeswehrreform Einen Bericht aus der Bundeshauptstadt haben die Abgeordneten Bernd Siebert (CDU) und Ullrich Meßmer (SPD) auf Einladung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) im Kasino der Frankenberger Burgwald-Kaserne abgegeben.
Über Berlin und die Bundeswehr referierten SPD-Bundestagsabgeordneter Ullrich Meßmer, GfW-Sektionsleiter Elmar Henschen und CDU-Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert. Foto: Weider Frankenberg. Siebert skizzierte die Eckpfeiler der Bundeswehrreform. Den von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière eingeschlagenen Weg bezeichnete er als richtig. In den nächsten Jahren soll die Bundeswehr von 330.000 auf 240.000 Soldaten und zivile Angestellte schrumpfen. Als gute Entscheidung wertete der CDU-Mann die Abkehr von den ursprünglichen Plänen, 90 Standorte zu schließen. Keine Zukunft haben insgesamt 30 Standorte, davon drei in Hessen. Die Bemühungen der Abgeordneten im Verteidigungsausschuss hätten sich ausgezahlt. Als „schwieriges Unterfangen“ habe sich der Erhalt des Standortes Fritzlar herausgestellt. Dort werden alle deutschen Tiger-Hubschrauber stationiert. Als Erfolg wertete Siebert auch die Etablierung des einzigen hessischen Karrierezentrums in Kassel. Das wichtigste Ziel der Reform ist laut Siebert die Erkenntnis, dass es den Soldaten im Einsatz an nichts fehlen soll. Die Bundeswehr muss künftig so „haushalten“, dass „10.000 Soldaten dauerhaft und durchhaltefähig an jedem Ort dieser Erde“ eingesetzt werden können. Zurzeit ist dies nicht möglich, da unter anderem moderne Hubschrauber für den Lufttransport fehlen. Als weiteren Pluspunkt der Reform nannte Meßmer die Verabschiedung des sogenannten Einsatzversorgungsverbes-serungsgesetzes. Welche Veränderungen es im Detail in der Burgwald-Kaserne geben wird, steht noch nicht fest. Das EloKa-Bataillon 932 wird von 980 auf 600 Dienstposten verkleinert. Allerdings waren in der Vergangenheit nicht alle 980 Dienstposten besetzt, so dass unter dem Strich künftig kaum weniger Soldaten und zivile Mitarbeiter in der Burgwald-Kaserne arbeiten werden. Erst wenn die neue Planung vorliege, werde mit der Berechnung der erforderlichen Büros, des Wohnraum, der Hallen und Werkstätten begonnen. Doch früher oder später werde in Frankenberg investiert. Kommandeur Oberstleutnant Elmar Henschen ergänzte, dass zumindest bald mit dem Neubau der Sportanlagen begonnen werde. Die Abgeordneten sprachen sich für eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Bundeswehr aus. Parallel zur Umrüstung der Bundeswehr sei ein Bewusstseinswechsel in der Gesellschaft erforderlich. Die Soldaten bräuchten mehr Rückhalt in der Gesellschaft. Die nächste Veranstaltung der GfW findet am Dienstag, 14. Februar, mit einem Vortrag des langjährigen Bundestagsabgeordneten Winfried Nachtwei zum Afghanistaneinsatz statt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Meßmer nahm erstmals an der Jahresauftaktveranstaltung der GfW teil. Er wurde 2009 in den Bundestag gewählt und ist Mitglied des Verteidigungsausschusses. Basiskenntnisse in der Sicherheitspolitik brachte er durch seine zivile Tätigkeit als Gewerkschaftsvertreter aus der Rüstungsindustrie mit. Siebert referierte hingegen schon zum wiederholten Mal im Burgwald-Kasino. Mit einer kurzen Pause gehört er dem Bundestag seit 1994 an. Er ist seit vielen Jahren Mitglied im Verteidigungsausschuss, zudem war er lange Jahre verteidigungspolitischer Sprecher der CDU. (wd) ***** Pressebericht
vom 23.01.2012 Bundeswehrreform unter der Lupe GfW diskutiert mit Verteidigungsexperten FRANKENBERG. Die beiden Bundestagsabgeordneten aus unserer Region, Ullrich Meßmer und Bernd Siebert, waren die Referenten bei einer Veranstaltung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik, Sektion Waldeck-Frankenberg (GfW). Beide sind Mitglieder im Verteidigungsausschuss. Sektionsleiter Elmar Henschen begrüßte die Gäste in einem vollen Saal. Siebert begann mit einem Einführungsreferat zur Bundeswehrreform. Er bezeichnete die Reduzierung von 330 000 Soldaten und Zivilisten auf 240 000 und die Schließung von 30 Standorten statt 90 als richtig. Der „Kampf“ der Abgeordneten im Verteidigungsausschuss um hessische Standorte war erfolgreich, hier werden nur drei Standorte aufgelöst. Schwierig war die „Rettung“ des Standortes Fritzlar, wo bald alle Hubschrauber "Tiger“ stationiert sein werden. Herausgestellt hat er auch, dass es gelungen ist, das Karrierezentrum in Kassel als einziges in Hessen zu etablieren. Auf die Frage, wie es in Frankenberg nun weitergeht, wurde die aktuelle Problematik dargestellt. So muss die konkrete Ausplanung der 600 von derzeit 980 Dienstposten und die neue Aufgabenbeschreibung abgewartet werden. Erst dann kann die Berechnung für Büros, Wohnraum, Hallen und Werkstätten erfolgen. Sektionsleiter Henschen ergänzte, dass bald die Sportanlagen neu gebaut werden könnten, da dies unabhängig von der Anzahl der Personen sei. Weiterhin wurde herausgearbeitet, dass parallel zur Umrüstung der Bundeswehr auch ein Mentalitätswechsel bei den Streitkräften erfolgen müsse: von der reinen Landesverteidigung aus dem Kalten Krieg hin zu den heute notwendigen Einsätzen der Friedensherstellung und Friedenserhaltung. Mit Unverständnis wurde sowohl von den beiden Referenten als auch vom Zuhörerkreis die Weigerung von Schulen bewertet, Jugendoffiziere referieren zu lassen. Durch die angeregte Diskussion wurden die Abgeordneten wesentlich später verabschiedet als vorgesehen.
Die nächste Veranstaltung der GfW ist ein Vortrag von Winfried
Nachtwei, MdB bis Alle Veranstaltungen der GfW finden sich im Internet unter www.gfw-lb4.de, Sektion Waldeck-Frankenberg und unter www.frankenberg.de, Leben, Vereine. (nh/ema)
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Infos: Manfred Weider, Rosenweg 43, 35066 Frankenberg (Eder) Tel: 06451 - 8814, Fax: 06451 - 230357, eMail: m.weider@t-online.de |
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