Nachschau - Veranstaltung vom 07.05.2014

 

Referent:

Dr. Sigurd Hess

Konteradmiral a.D., Rheinbach

am Mittwoch, 07. Mai, 19.30 Uhr

im Burgwald-Kasino

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Pressebericht

vom 09.05.2014

Der ehemalige Konteradmiral Sigurd Hess spricht im Burgwaldkasino über die Piraterie auf den Ozeanen

Sektionsleiter Holger Schmör ehrte Wolf Hoppe, dankte dem Referenten Sigurd Hess für seinen Vortrag und Bürgermeister Rüdiger Heß (von links) für die Vereinsförderung,   Foto: Malte Glotz

Viele Konflikte haben die Piraterie auf den Weltmeeren aus dem Blickfeld verdrängt. Und auch wenn sich das Problem verlagert hat: Für Handelsnationen wie Deutschland bleibt sie eine ständige Gefahr.

VON MALTE GLOTZ

Frankenberg. Als unscheinbare Fischer nähern sie sich dem riesigen Frachtschiff – und schlagen dann zu mit Kalaschnikow, Enterhaken und Treppen: Piraten. Das Problem wird im Rahmen vieler internationaler Operationen bekämpft, an denen auch Deutschland beteiligt ist. Über die ersten Erfolge
– und weitere Herausforderungen, sprach am Mittwochabend auf Einladung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) der ehemalige Konteradmiral Sigurd Hess. Er hat unter anderem die Europäische Kommission in Fragen der maritimen Sicherheit beraten und wusste viel Positives, aber auch einige wenig erfreuliche Details zu berichten.

Sein Fazit vorab: Die Einsätze zur Eindämmung der Piraterie haben sich gelohnt. Die Straße von Malakka im Indischen Ozean sei dank einer Zusammenarbeit von Indonesien, Malaysia und Singapur so gut wie piratenfrei, die Europäer und Amerikaner würden rund um Somalia für Ordnung sorgen. Zunehmend bedrohlich aber werde die Situation in Westafrika, mahnte er – und kritisierte, dass Deutschland nie ein Gefühl für die Bedeutung der See gewonnen habe.

Europa sei schließlich eine Halbinsel – und 70 Prozent der Staaten hätten Seezugang. Deutschland habe die weltweit größte Frachtcontainerflotte und die drittgrößte Handelsflotte. Deshalb drohten weitere Risiken: „Wenn Terroristen durch die Sprengung eines Schiffes den Sueskanal dichtmachen, haben wir hier innerhalb von zwei Wochen eine Wirtschaftskatastrophe“, mahnte er.

Auf solche Situationen sei Deutschland faktisch nicht vorbereitet – auch, weil es bis heute keine Rechtssicherheit auf See gebe und Zuständigkeitsgerangel zwischen Marine und Küstenwache herrsche. Und das Thema sei von der Agenda der Großen Koalition völlig verschwunden.

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Ehrung als Dank für Hoppes Einsatz

Auszeichnung für den Bromskirchener Unternehmer

Ideell, aber auch finanziell unterstütze Wolf Hoppe die heimische Sektion der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW), sagte deren Vorsitzender, Oberstleutnant Holger Schmör, am Rande des Vortrags. Nur durch diese Unterstützung sei es möglich, hochkarätige Referenten zu gewinnen, wie es die Mitglieder der Sektion gewohnt seien. „Ohne einen Mäzen wie Sie können wir eine Arbeit auf diesem inhaltlichen Level nicht leisten“, sagte er zu Hoppe.

Für diesen Einsatz dankte der Kommandeur und überreichte eine Plakette der Organisation wie auch eine Flasche Riesling. Der Geehrte zeigte sich erfreut und betonte die Bedeutung von Gesellschaften wie der GfW, aber auch der Bundeswehr. Als Wehrdienstleistender der aufgelösten Panzerbrigade sechs in Neustadt, nahe dem HOPPE-Stammsitz in Stadtallendorf, habe er „mit der Bundeswehr ideologisch nie ein Problem“ gehabt. Im Gegenteil: „Solange es auf der Welt nur einen Soldaten gibt, möchte ich die Bundeswehr nicht missen“, sagte er. Um die Arbeit der Wehr in die Öffentlichkeit zu tragen, sei die GfW das Mittel der Wahl.

Bürgermeister Rüdiger Heß überreichte der GfW im Rahmen der kommunalen Vereinsförderung einen Scheck.

 

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