|
Vortragsabend
zum Thema
Die
NATO vor neuen Herausforderungen!
Referent:

Dr. Michael
Rühle, Brüssel
Stv
Leiter der Politischen Planungseinheit im Kabinett
des NATO-Generalsekretärs
(Foto: NATO Parliamentary Assembly)
am
Donnerstag, 29. April 2010, 20.00 Uhr
im
Hotel 'Am Triller'
Triller
Weg 57, Saarbrücken
*****
Sektionseigener Pressebericht
Die NATO vor neuen Herausforderungen -
Stand und
Entwicklung der neuen Strategie für das nordatlantische Bündnis
Vortrag von Michael Rühle in Saarbrücken
Mit sehr engagierten Aussagen
referierte Michael Rühle in der Aprilveranstaltung der GfW-Sektion
Saar in Saarbrücken im Hotel am Triller. Mitveranstalter an diesem
Abend waren die Deutsche Atlantische Gesellschaft, die
Konrad-Adenauer-Stiftung und die „Villa Lessing“, eine saarländische
Stiftung des Liberalismus, die der politischen Bildung verpflichte
ist Rühle ist Politikwissenschaftler und seit langen Jahren in
Diensten der NATO, zur Zeit als stellvertretender Leiter der
Politischen Planungseinheit im Kabinett des NATO-Generalsekretärs.

vlnr. Herr Dr.
Dörrenbächer (Deutsche Atlantische Gesellschaft) bei der Begrüßung
des Referenten Dr.
Michael Rühle von der NATO
(Zum Vergrößern:
Bild anklicken)
In seinem
Vortrag riskierte er die These „Wir alle sind die NATO“, womit er
unterstreichen wollte, dass die NATO in einer Art fortlaufender
Diskussion ihre Existenzberechtigung unter Beweis stellen muss, unter
eben diesen Bedingungen ihre Ziele formuliert und über ihre zur
Zielerreichung notwendigen Potentiale und Fähigkeiten nachdenken muss.
Diese „nordatlantische Lerngemeinschaft“, wie Rühle dafür ein
treffendes `label` fand, hat sich mit dem Gipfel der Staats- und
Regierungschefs ihrer Mitgliedstaaten im vorigen Jahr in Straßburg
und Baden-Baden auf die Neuformulierung einer zeitgemäßen
Bündnisstrategie geeinigt. Diese Neuformulierung sollte in einem
vielseitigen Diskussionsprozess erarbeitet werden und nicht auf
offiziöse Beiträge beschränkt bleiben. Dementsprechend wurde eine
Expertenkommission gebildet, deren Vorsitzende die ehemalige
US-Außenministerin Madeleine Albright ist. Für Mitte Mai 2010 wird der
sog. Albright-Report erwartet, der dem nächsten NATO-Gipfel im
November 2010 in Lissabon als Beratungsgrundlage dienen wird.
Anschließend werden die bis dahin gemachten Vorschläge mit den zu
erwartenden Änderungswünschen in den einzelnen Mitgliedstaaten intern
diskutiert.
Rühle nannte
exemplarisch einige Elemente der neuen NATO-Strategie:
Berücksichtigung neuer Formen der Bedrohung der Sicherheit (weltweiter
Terrorismus, Problem der Weiterverbreitung von
Massenvernichtungswaffen) und ihrer adäquaten Bekämpfung,
Konzentration der militärischen Mittel, Vernetzung der Institutionen
der Sicherheit „around the globe“ permanenter Kontakt zu den NGOs,
Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit der NATO und schließlich die
Reform des NATO-Hauptquartiers selbst.
Text und Foto: Gerhard Malburg, Dolbergstr. 32, 54422 Neuhütten/Hunsrück, Tel:
0171/2644987
|