Nachschau - Veranstaltung am 28.10.2013

 

 

Vortragsabend

zum Thema

Sprengfalle Kopf: Zur Psychopathologie

von Selbstmordattentätern

Referent:

Prof. Dr. Ortwin Buchbender

ehemaliger Leitender Wissenschaftlicher Direktor

der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation (AIK)

 

am Montag, 28. Oktober 2013, 19:30 Uhr

Hotel Krupp

Poststraße 4, Bad Neuenahr

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Pressebericht

vom 06.11.2013

Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Phänomen „Selbstmordattentäter“

Professor Dr. Ortwin Buchbender (links) referierte über die Psychopathologie von Selbstmordattentätern

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zu einem anspruchsvollen Thema begrüßte der Sektionsleiter der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, Oberst a.D. Dipl. Ing. Haverbusch, neben einem zahlreich erschienenen Publikum den Blauen Bund und den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr. Professor Dr. Ortwin K. Buchbender referierte über das Phänomen „Sprengfalle Kopf: Zur Psychopathologie von Selbstmordattentätern“.

Die Menschheitsgeschichte geht dabei von sogenannten Selbstmordattentätern aus, die ein unterschiedliches Täterprofil erkennen ließen. In der heutigen Zeit spielt vor allem die Häufigkeit der islamistischen Terroranschläge an ausgewählten Versammlungsorten mit einer höchst zu erzielenden Opferzahl unter der Zerstörung eigenen Lebens eine große Rolle. Auch mögen manche Täter Befehle, die direkt von ihrem Gott zu kommen scheinen, ausführen. Eine hohe Opferzahl scheint dabei das Ziel des Anschlages zu sein - zumindest lässt sich das aus der Masse der verwendeten Sprengstoffmittel nachweisen. Der Täterwille ist sowohl singulär als auch auf Mittäterschaft durch Sympathisanten erkennbar. Das größte Problem ist dabei, die Bevölkerung als Unterstützungspotenzial gewinnen zu können. Selbst auf den Einsatz von Kindern wird dann nicht mehr verzichtet - ebenso wie der aktive Anteil von Frauen als Täterinnen zunimmt.

Im Namen religiöser Vorbilder, vor allem des Propheten, bekannte Imame oder zusätzlichfeindliche Einstellungen lassen sich oft als aggressive Motivationen aktiv Beteiligter ausmachen. Das Versprechen eines besseren Lebens nach dem Tode des Täters - wie auch seiner Familienangehörigen - ist oftmals Anreiz genug. Der unfassbaren Phantasie eines Täters ist mit Vernunft kaum beizukommen. Andererseits kann ein religiöser Fanatismus ein indoktriniertes-politisches Feindbild erzeugen, das gegen die heidnischen Bräuche beziehungsweise den Verfall der Sitten in der westlichen Welt gerichtet sein kann - siehe zum Beispiel Bin Laden.

Die psychologische Wirkung zwecks Gewinnung von Handlungstätern, sprich Kollaborateuren, kann auch aus gemeinsamen Gebeten in Moscheen erwachsen. Das heißt, unter anderem die Welt vom jeweiligen Übel zu befreien und das Böse bereits im Diesseits zu überwinden. Hier ist jedoch zu unterscheiden zwischen einer allgemeinen Volksfrömmigkeit im Gegensatz zur gezielten Religionspolitik, die sich oftmals nach den Freitagsgebeten gewaltsam manifestiert.

Zu einer Reihe gegenwärtiger, anhaltender Anschläge gab es verständlicherweise etliche Fragen aus dem Publikum an den Vortragenden.

Pressemitteilung

Gesellschaft für wehr- und Sicherheitspolitik e.V.

Sektion Bad Neuenahr / Ahrweiler
 

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