Nachschau - Veranstaltung am 25.11.2013

 

 

Vortragsabend

zum Thema

 Islamische Republik Iran

Referent:

Oberstleutnant i.G. Stefan Preusse

bis 2011 Militärattaché an der Deutschen Botschaft

in der Islamischen Republik Iran 

am Montag, 25. November 2013, 19:30 Uhr

Hotel Krupp

Poststraße 4, Bad Neuenahr

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Pressebericht

vom 04.12.2013

Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Zwischen 2.500 Jahren Kultur und heutigem Fortschritt

Referent Oberstleutnant i.G. Stefan Preusse und Sektionsleiter GfW Gerd-Heinz Haverbusch. Foto: privat

Bad Neuenahr. Zu einem zeitnahen Ereignis - „Aktuelle Entwicklungen in der Islamischen Republik Iran“ - begrüßte der Sektionsleiter der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler, Oberst a.D. Dipl.-Ing. Haverbusch, den Referenten Oberstleutnant i.G. Stefan Preusse. Als ehemaliger Militärattaché an der Deutschen Botschaft in der Islamischen Republik Iran zeigte er aus seiner Sicht bemerkenswerte Einzelheiten dieses hauptsächlich dem schiitischen Islam zugewandten Landes auf.

Auffällig schien anfangs die Teilung zwischen einem privaten und öffentlichen Leben innerhalb der eng zusammenstehenden Familien. Wesentlich bestimmender sind jedoch die religiösen und ethnischen Volksgruppen, welche dennoch in einer Vaterlandsliebe vereint sind. Das gilt vor allem gegenüber dem Todfeind USA, der durch das Verstärken von Handelsbeschränkungen das Land Not leiden lässt.

Maßgeblicher Einfluss auf das öffentliche Leben wird von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei ausgeübt. Als Verfassungsziel gilt die Erwartung und Erscheinung des IMAM, dem Propheten und Rechtsgelehrten auf Erden. Vor allem auf dem Lande ist eine tiefe Gläubigkeit noch sichtbar.

Es herrscht in diesem multipolaren Staat eine Iranische Theokratie. Systemerhaltend tragen die Revolutionsgarden mit großem Einfluss auf das öffentliche Leben bei. Ein eventueller Umsturz könnte daher sehr blutig werden. Ein Präsident wie Hassan Feridon-Rohani wird als Kandidat durch den Wächterrat bestimmt und vom Volke gewählt. Das Parlament ist der Führung treu, jedoch nicht einer Meinung unterworfen.

Importe von Waren sind zurzeit äußerst teuer, die Inflation liegt bei 35 Prozent. Ein existenzbedrohlicher
Status ist erreicht, vor allem bei den Preisen für Mehl, Fleisch, Gas und Öl. Die Ausrüstung des Militärs ist ergänzungsbedürftig.

Mit Nordkorea besteht eine enge Zusammenarbeit. Russland hält sich mit militärischer Unterstützung zurück. Mit der eigenen Luftverteidigung geht ein Weltraumprogramm einher.

Umweltprobleme in den Großstädten bestehen besonders in einer hohen Luftverschmutzung.

Pressemitteilung

Gesellschaft für wehr- und Sicherheitspolitik e.V.

Sektion Bad Neuenahr / Ahrweiler

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