Nachschau - Veranstaltung am 17.08.2014

 

 

„17. Atlantischer Sommer“

mit dem Thema

Die Außen- und Sicherheitspolitik der USA

und die Zukunft des Nordatlantischen Bündnisses.

am Samstag, 23. August 2014, 10.30 - 18.00 Uhr

Hotel Krupp, Poststr. 4, Bad Neuenahr

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Pressebericht

vom 25.08.2014

Die Außen- und Sicherheitspolitik Europas und der USA stand im Mittelpunkt der Veranstaltung

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

Dr. David Sirakov analysierte beim 17. Atlantischen Sommer in Bad Neuenahr die Erwartungen der europäischen Partner an Deutschland, zukünftig in der Krisenbewältigung auf der Welt eine größere Rolle zu spielen. Foto: Tarrach

Bad Neuenahr. Die Außen- und Sicherheitspolitik Europas und der USA sowie die Zukunft des Nord -atlantischen Bündnisses waren Themen des 27. Atlantischen Sommers der Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik im Hotel Krupp in Bad Neuenahr. Besonders ging es um die Rolle Deutschlands angesichts der Krisen in Nordafrika, im Nahen und Mittleren Osten und der Ukraine.

Rund 50 an Politik interessierte Bürger trafen sich auf Einladung des Sektionsvorsitzenden Gerd-Heinz Haverbusch, um sich einen Tag lang mit namhaften Experten der: Atlantischen .Akademie Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern über die aktuellen Problemfelder der Welt zu unterhalten. Dabei ging es nicht um die Hintergründe der Konflikte oder gar um Möglichkeiten zu derer Lösung, sondern allein um die zukünftige Rolle der Bundesrepublik Deutschland innerhalb des Nordatlantischen Bündnisses. Zusammengefasst waren sich alle Tagungsteilnehmer einig, dass die Länder des Nordatlantischen Bündnisses, das sind in der Hauptsache die USA, Kanada und die Nato-Staaten in Europa, von Deutschland als führender Wirtschaftsmacht auf dem Kontinent mehr internationales Engagement erwarten.

Das beinhaltet auch das militärische Engagement, da sich Amerika aus seiner Rolle als Weltordnungsmacht immer mehr zurückzieht, ohne sie völlig aufgeben zu wollen. Zu Zeiten des Kalten Krieges waren die USA als Sicherheitsprovider unumstritten, Doch nach dem Fiasko in Afghanistan und im Irak habe Präsident Obama immer größere Schwierigkeiten. Bodentruppen einzusetzen, da dieses auch gegen sein grundsätzliches Wertefundament spreche. Obamas multilateraler Ansatz räume Europa immer mehr Verantwortung ein. Das alles habe nichts damit zu tun, dass der Präsident schon jetzt eine "lame duck", also eine lahme Ente sei, sondern auch in der amerikanischen Politik und in der Öffentlichkeit des Landes immer mehr die Kosten-Nutzen-Frage gestellt werde.

Überraschend für die Zuhörer war diese Wertung nicht, hatte selbst Bundespräsident Joachim Gauck angemahnt, dass sich Deutschland künftig entschiedener und substanzieller in der Weltpolitik engagieren müsse. Für Veranstaltungsleiter Dr. David Sirakov von der Atlantischen Akademie war es klar, dass Deutschland auch in der schwierigen Frage des Eingreifens in Krisengebieter auf Dauer eine klare Linie zeigen müsse und eine Scheckbuchdiplomatie von den Nachbarländern nicht länger akzeptiert würde.

Lesen Sie auch den Eigenbericht der GfW von Peter E. Uhde

 

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