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Der Landesbereich
Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland ist einer von sieben in der
Gesellschaft. Seine Entstehung beruht auf dem Beschluss des Vorstandes
im Jahr 1958, für die Länder, analog zur alten Gliederung der
Wehrbereiche der Bundeswehr, Landesbeauftragte zu benennen, die seit
1965 mit Änderung der Satzung von den Landesbereichsversammlungen
gewählte Mitglieder des Vorstandes sind und nach erneuter
Satzungsänderung im Jahr 1994 nun Landesvorsitzende heißen.
Die Ziele
der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik werden durch die in
den Sektionen geleistete Öffentlichkeitsarbeit verwirklicht. Im
Mittelpunkt stehen daher die Sektionsleiter und ihre Helfer, sie sind
die Hauptpersonen und Träger der Arbeit. Zum Landesbereich gehören heute
21 Sektionen; 11 in Hessen, 9 in Rheinland-Pfalz und eine im Saarland.
Von den 21 Sektionen sind 19 unterschiedlich aktiv und bieten im Jahr 2
bis 12 Veranstaltungen (Seminare, Vorträge, Truppenbesuche,
Informationsreisen) an. Die ältesten Sektionen, die seit den
50er-Jahren, meist ohne Unterbrechung bestehen, sind: Kassel, Darmstadt,
Trier, Kaiserslautern, Gießen und "Saar". In den 60/70er-Jahren folgten:
Montabaur/Westerwald, Neustadt/Weinstraße, Wiesbaden, Wetzlar, Koblenz,
Marburg, Frankfurt, Idar-Oberstein, Fulda, Bad Neuenahr-Ahrweiler, in
den 80er-Jahren: Fritzlar, Zweibrücken, Landau, Waldeck-Frankenberg. Die
jüngste Sektion ist seit 1993 Wolfhagen-Hofgeismar. Die Sektionen des
Landesbereichs sind in ihrer Struktur, Zusammensetzung und Tätigkeit
grundverschieden. Das liegt im Wesentlichen an deren Entstehung, im
Werdegang und der Art der ehrenamtlichen Betätigung der
Verantwortungsträger. Wie in allen Bereichen der Bürgergesellschaft ist
es äußerst schwierig, Bürger für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu
gewinnen. Die Leistungsbilanz des Landesbereiches ist über fünf
Jahrzehnte hinweg beeindruckend und kann sich im Vergleich mit anderen
Organisationen durchaus messen. Die Geschäftsstelle der Gesellschaft
wertet seit Jahrzehnten die Tätigkeitsberichte der Sektionen aus und
veröffentlicht intern und dem Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung als Zuwender öffentlicher Mittel gegenüber die
Ergebnisse. Von Beginn an bis in die Gegenwart kann daher der
Landesbereich auf belegbare Erfolge zurückblicken. Im letzten Jahrzehnt
haben die Sektionen des Landesbereiches im Durchschnitt jährlich 238
Veranstaltungen (Seminare, Vorträge, Truppenbesuche, Informationsreisen)
angeboten, die von über 22.000 Besuchern im Durchschnitt wahrgenommen
wurden. Der Mitgliederbestand erhöhte sich von 1.269 im Jahr 1990 auf
2.265 im Jahr 2007. Hier muss besonders erwähnt werden, dass die
Sektion Fritzlar seit 1983 die stärkste Sektion der Gesellschaft ist und
heute ca. 900 Mitglieder hat. Der Landesbereich und die Sektionen haben
ihre Tätigkeit über die Jahrzehnte immer wieder den Änderungen der Wehr-
und Sicherheitspolitik angepasst. Standen in den 50er-Jahren und in der
ersten Hälfte der 60er-Jahre die Information und Aufklärung über eine
notwendige Verteidigungsbereitschaft im Vordergrund, so war es ab der
Mitte der 60er-Jahre vor allem die Zusammenarbeit mit den Lehrern und
Schülern, die so genannte Pädagogenarbeit bis zur politischen Wende und
Wiedervereinigung. Nach der Wende trat mehr und mehr die Information
über die Innere Sicherheit hervor, weil die unmittelbare Bedrohung durch
den Warschauer Pakt weggefallen war. Mit der Verringerung der
Streitkräfte im letzten Jahrzehnt wurden im Landesbereich zahlreiche
Standorte der Bundeswehr aufgelöst. Das Interesse und der
Informationsbedarf haben in den letzten Jahren durch den Wandel in der
Außen- und Sicherheitspolitik stetig wieder zugenommen, nachdem die
große Friedenseuphorie zu Beginn der 90er-Jahre der politischen
Wirklichkeit gewichen ist. Der 11.September 2001 scheint bei richtiger
Themenwahl erneut einen Informationsbedarf bewirkt zu haben. Zweck und
Ziele der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik bleiben
offensichtlich auch in der Zukunft dieselben wie bisher. Von daher wird
der Landesbereich Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit seinen Sektionen
weiterhin an der erfolgreichen Tätigkeit der Gesellschaft beteiligt
bleiben.
Richard
Bulheller, Brigadegeneral a.D.
Landesvorsitzender IV |