OB Gerhard Möller empfängt GfW-Landesbereichsvorsitzenden Richard Bulheller und Sektionsleiter Michael Trost

Von Michael Schwab

OB Gerhard Möller (v.l.), Bildungsreferent Michael Mohs (Jakob-Kaiser-Stiftung), Richard Bulheller und Michael Trost sprachen im Stadtschloss über sicherheitspolitische Themen   Foto: Michael Schwab

FULDA. Angesichts der dramatischen Lage in Syrien, im Gazastreifen und des rasanten Vorstoßes radikal islamischer Kämpfer des IS (Islamischer Staat) im Nahen Osten und der bedrohlichen Ukrainekrise in unmittelbarer Nachbarschaft zur Nato wird deutlich, wie hochaktuell sicherheitspolitische Diskussionen sind.

Mit diesen Fragestellungen beschäftigen sich die bundesweit rund 100 Sektionen der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW).

Auch in Fulda ist die GfW mit einer eigenen Sektion vertreten, die vom 24. bis 26. Oktober Ausrichter der Versammlung des Landesbereichs IV mit Vertretern aus Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz in der Domstadt, am Point Alpha sowie der Akademie Geisa sein wird. Zu einem kurzen Gedankenaustausch trafen Landesbereichsvorsitzender, Brigadegeneral a.D. Richard Bulheller, sowie Sektionsleiter Michael Trost mit OB Gerhard Möller im Stadtschloss zusammen.

Wichtigster Punkt für Bulheller: Während der Landesbereichsversammlung in Fulda wird es um die im Herbst anstehende Umbenennung der GfW in Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) gehen. An der inhaltlichen Arbeit der Vereinigung werde sich nichts ändern.

Doch gerade 2014, dem Jahr, an dem des Beginns des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren in vielfältiger Weise gedacht werde, sei die Auseinandersetzung mit dem großen Komplex der Sicherheitspolitik wichtiger denn je. Die künftige GSP hofft, mit der Fokussierung auf das Thema Sicherheit in der Öffentlichkeit noch intensiver wahrgenommen zu werden.

Mit diesem Ziel sieht sich die Führungsspitze der (noch) GfW um Präsidentin Ulrike Merten sowie Richard Bulheller im Einklang mit Bundespräsident Joachim Gauck, der in seiner Antrittsrede bei der Bundeswehr an der Führungsakademie in Hamburg nachdrücklich eine sicherheitspolitische Debatte in der Mitte der Gesellschaft eingefordert hatte. Auch der damalige Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière beklagte beim Festakt „60 Jahre GfW“ vor zwei Jahren in Berlin, dass in Deutschland nur Experten über Sicherheit diskutierten, aber zu wenig davon nach außen dringe. Er appellierte an seine Zuhörer: „Wir müssen raus aus den Vorstandssälen, raus aus den internen Zirkeln, ran an die Menschen“.

Vielfältige Berührungspunkte

Diesem Ziel versuchen die rund 100 Sektionen bundes-weit gerecht zu werden, die Fragen der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rücken und den im Grundgesetz verankerten Gedanken einer wehrhaften und streitbaren Demokratie als Voraussetzung für Frieden, Freiheit und Sicherheit kommunizieren. Sowohl Landesbereichsvorsitzender Bulheller sowie Sektionsleiter Trost machten deutlich: „Wir arbeiten daran, Bürgern und Öffentlichkeit die Notwendigkeit sowie den Wert von Sicherheitsvorsorge zur Wahrung unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung bewusst zu machen.“

Bulheller, der zuletzt für Rüstung, Logistik und Planung des deutschen Heeres im Bundesverteidigungsministerium verantwortlich war, stammt übrigens aus dem nahen Bad Brückenau. Er unterstrich die „unspektakuläre Breitenarbeit“, die von der GfW, insbesondere der „sehr aktiven Fuldaer Sektion mit Michael Trost an der Spitze“, geleistet werde. OB Möller berichtete davon, dass es immer wieder Berührungspunkte zur Bundeswehr oder zu den Reservisten in Fulda gebe, auch wenn die Domstadt selbst nie Bundeswehrstandort gewesen war – bis auf eine kleine Dependance in der BGS-Kaserne. Erst vor wenigen Tagen feierte der Reservistenverband, der Fulda im Namen trägt, sein 50-jähriges Bestehen. Kurz zuvor hatte in Fulda ein hochrangiges internationales Reservistentreffen der CIOR (Confédération Interalliée des Officiers de Réserve) stattgefunden. Ein wenig länger zurück liegt die Ernennung von Offizieren durch den damaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhan.

Möller betonte, die aktuelle Weltlage zeige sehr deutlich, dass die Außen- und Sicherheitspolitik „gerade auch für uns Dauerthemen sind, die durch die Flüchtlingsfrage ganz schnell auch lokale Brisanz bekommen kann“.

Mehr Infos unter: www.gfw-lb4.de (auch zum Vortrag in Fulda über die Bedrohung durch IS)

 


Bundesarchiv Bild 173-1282, Berlin, Brandenburger Tor, Wasserwerfer CC-BY-SA-3.0-de

 

24. bis 26. Oktober 2014

Point Alpha Akademie, 36419 Geisa

 

Zielsetzung:              

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ in Europa und dem Ende der bipolaren Weltordnung deutet die Dynamik der miteinander verbundenen politischen und ökonomischen Krisen auf eine Herausbildung einer politischen und wirtschaftlichen Weltordnung hin. Die USA legen die Aufgabe des Weltpolizisten ab ohne ihren Anspruch auf die Führungsrolle in der Welt aufzugeben. Russland strebt als nukleare Großmacht nach neuer Stärke in Europa und nach mehr Einfluss weltweit. China erhebt Anspruch auf die Führungsrolle in Südostasien und als neue Supermacht auch im globalen Zusammenspiel. Die dramatischen Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa, auf dem Balkan und in Russland, im Nahen Osten, in den arabischen Ländern Nordafrikas und den prekären Staaten Schwarzafrikas, sowie in China und seinen südostasiatischen Nachbarn und in Japan haben zu einer großen Zahl ungelöster Krisen geführt. Innerhalb der Europäischen Union und zwischen den USA und der EU herrschen gleichzeitig offenbar Misstrauen, Unsicherheit und Ratlosigkeit. Die nachhaltige Vertretung der Interessen des Westens bei der Gestaltung einer neuen Weltordnung ist die anstehende außenpolitische Herausforderung. Das Seminar soll die Rolle Deutschlands und der Europäischen Union in diesem Prozess vor allem mit Blick auf Russland und Osteuropa in den Mittelpunkt und zur Diskussion stellen.

 

 

Seminarprogramm zum Ausdrucken

 

 

Tagungsleitung:    Richard Bulheller, Brigadegeneral a.D. / Michael Mohs, Bildungsreferent

Verantwortlich:     Jakob-Kaiser-Stiftung e.V., Königswinter

 

Anmerkungen und Teilnahmebedingungen:

Tagungsbeitrag: 2/3 Programmbeitrag, 1/3 Institutsbeitrag. Das Seminar steht allen politisch Interessierten offen. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 81,00 € im Doppelzimmer (inklusive HP, sämtlicher Führungen und Honorare). Der EZ-Zuschlag beträgt 15,00 €. Eintrittsgelder, Schifffahrten, etc. sind nicht im Preis enthalten und gehen zu Lasten der Teilnehmer.  Bitte führen Sie einen gültigen Reisepass bzw. Personalausweis mit. Der Teilnehmerbeitrag ist bis zum 20.09.2014 auf folgendes Konto der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. zu überweisen:

 

Volksbank Bonn Rhein-Sieg

IBAN: DE88 3806 0186 5101 0250 22

BIC: GENODED1BRS

Betreff: Seminar Nr. 10-240, Name Teilnehmer

 

Wenn Sie Ihre Teilnahme wieder absagen, gelten folgende Rücktrittsbedingungen:

Bei Absage bis 28 Tage vor Seminarbeginn erhalten Sie Ihren Teilnehmerbeitrag in voller Höhe zurück. Bei einer Absage innerhalb von 28 Tagen bis 14 Tagen vor Beginn behalten wir 50 % des Teilnehmerbeitrages zur Deckung unserer Kosten bei. Bei einer Absage innerhalb der letzten 14 Tage vor Reisebeginn wird der gesamte Teilnehmerbeitrag fällig. Selbstverständlich können Sie aber kostenlos einen Ersatzteilnehmer benennen. Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung.

 

Das Anmeldeformular finden Sie auf der Homepage der JKS unter www.jakob-kaiser.de

Bitte senden Sie es ausgefüllt an:

 

Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. * Hauptstr. 487 * 53639 Königswinter

Tel. 02223 / 706-11 * Fax: 02223 / 4737

mail@jakob-kaiser-stiftung.de

 

 

 

Herzlich Willkommen!

Als Landesvorsitzender des GfW - Landesbereichs IV heiße ich Sie auf unserer Homepage herzlich willkommen und bedanke mich für Ihr Interesse an sicherheitspolitischen Themen und Fragen unserer Zeit, das Sie mit dem Aufruf unseres Internetauftritts bekunden.

Der Landesbereich Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland ist einer von sieben in der Gesellschaft. Seine Entstehung beruht auf dem Beschluss des Vorstandes im Jahr 1958, für die Länder, analog zur alten Gliederung der Wehrbereiche der Bundeswehr, Landesbeauftragte zu benennen, die seit 1965 mit Änderung der Satzung von den Landesbereichsversammlungen gewählte Mitglieder des Vorstandes sind und nach erneuter Satzungsänderung im Jahr 1994 nun Landesvorsitzende heißen.

Die Ziele der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik werden durch die in den Sektionen geleistete Öffentlichkeitsarbeit verwirklicht. Im Mittelpunkt stehen daher die Sektionsleiter und ihre Helfer, sie sind die Hauptpersonen und Träger der Arbeit. Zum Landesbereich gehören heute 21 Sektionen; 11 in Hessen, 9 in Rheinland-Pfalz und eine im Saarland. Von den 21 Sektionen sind 19 unterschiedlich aktiv und bieten im Jahr 2 bis 12 Veranstaltungen (Seminare, Vorträge, Truppenbesuche, Informationsreisen) an. Die ältesten Sektionen, die seit den 50er-Jahren, meist ohne Unterbrechung bestehen, sind: Kassel, Darmstadt, Trier, Kaiserslautern, Gießen und "Saar". In den 60/70er-Jahren folgten: Montabaur/Westerwald, Neustadt/Weinstraße, Wiesbaden, Wetzlar, Koblenz, Marburg, Frankfurt, Idar-Oberstein, Fulda, Bad Neuenahr-Ahrweiler, in den 80er-Jahren: Fritzlar, Zweibrücken, Landau, Waldeck-Frankenberg. Die jüngste Sektion ist seit 1993 Wolfhagen-Hofgeismar.  Die Sektionen des Landesbereichs sind in ihrer Struktur, Zusammensetzung und Tätigkeit grundverschieden. Das liegt im Wesentlichen an deren Entstehung, im Werdegang und der Art der ehrenamtlichen Betätigung der Verantwortungsträger. Wie in allen Bereichen der Bürgergesellschaft ist es äußerst schwierig, Bürger für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen. Die Leistungsbilanz des Landesbereiches ist über fünf Jahrzehnte hinweg beeindruckend und kann sich im Vergleich mit anderen Organisationen durchaus messen.  Die Geschäftsstelle der Gesellschaft wertet seit Jahrzehnten die Tätigkeitsberichte der Sektionen aus und veröffentlicht intern und dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung als Zuwender öffentlicher Mittel gegenüber die Ergebnisse. Von Beginn an bis in die Gegenwart kann daher der Landesbereich auf belegbare Erfolge zurückblicken. Im letzten Jahrzehnt haben die Sektionen des Landesbereiches im Durchschnitt jährlich 238 Veranstaltungen (Seminare, Vorträge, Truppenbesuche, Informationsreisen) angeboten, die von über 22.000 Besuchern im Durchschnitt wahrgenommen wurden. Der Mitgliederbestand erhöhte sich von 1.269 im Jahr 1990 auf 2.265 im Jahr 2007.  Hier muss besonders erwähnt werden, dass die Sektion Fritzlar seit 1983 die stärkste Sektion der Gesellschaft ist und heute ca. 900 Mitglieder hat.  Der Landesbereich und die Sektionen haben ihre Tätigkeit über die Jahrzehnte immer wieder den Änderungen der Wehr- und Sicherheitspolitik angepasst. Standen in den 50er-Jahren und in der ersten Hälfte der 60er-Jahre die Information und Aufklärung über eine notwendige Verteidigungsbereitschaft im Vordergrund, so war es ab der Mitte der 60er-Jahre vor allem die Zusammenarbeit mit den Lehrern und Schülern, die so genannte Pädagogenarbeit bis zur politischen Wende und Wiedervereinigung. Nach der Wende trat mehr und mehr die Information über die Innere Sicherheit hervor, weil die unmittelbare Bedrohung durch den Warschauer Pakt weggefallen war. Mit der Verringerung der Streitkräfte im letzten Jahrzehnt wurden im Landesbereich zahlreiche Standorte der Bundeswehr aufgelöst. Das Interesse und der Informationsbedarf haben in den letzten Jahren durch den Wandel in der Außen- und Sicherheitspolitik stetig wieder zugenommen, nachdem die große Friedenseuphorie zu Beginn der 90er-Jahre der politischen Wirklichkeit gewichen ist.  Der 11.September 2001 scheint bei richtiger Themenwahl erneut einen Informationsbedarf bewirkt zu haben. Zweck und Ziele der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik bleiben offensichtlich auch in der Zukunft dieselben wie bisher. Von daher wird der Landesbereich Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit seinen Sektionen weiterhin an der erfolgreichen Tätigkeit der Gesellschaft beteiligt bleiben. 

 
Richard Bulheller, Brigadegeneral a.D.

Landesvorsitzender IV

 

Veranstaltungen 2012

25. - 27.10.2013

Landesbereichsversammlung 2/2013 mit Seminar der Jakob-Kaiser-Stiftung zum Thema „Die Völker Arabiens in Aufruhr“ in Königswinter


 

Veranstaltungen 2012

26. - 28.10.2012

Landesbereichsversammlung 2/2012 mit Seminar der Jakob-Kaiser-Stiftung zum Thema „Die Völker Arabiens in Aufruhr“ in Königswinter


Veranstaltungen 2011

14. - 16.10.2011

Landesbereichsversammlung 2/2011 mit Seminar der Jakob-Kaiser-Stiftung zum Thema „Afghanistan und Zentralasien im Fokus seiner Nachbarn und im Griff der Weltmächte?“ in Königswinter


März 2011

Bericht über die Sektionen Gießen, Frankfurt / Main und Landau-Südpfalz in der EUROPÄISCHEN SICHERHEIT 03/2011

Veranstaltungen 2010

29. - 31.10.2010

Landesbereichsversammlung 2/2010 mit Seminar der Jakob-Kaiser-Stiftung zum Thema „20 Jahre Deutsche Einheit - Sicherheitspolitische Herausforderungen im neuen Jahrzehnt“ in Königswinter


Juli 2010

Bericht über die Sektion Kassel in der

EUROPÄISCHEN SICHERHEIT 07/2010


13. - 15.04.2010

Fotoshow: Impressionen von der Bundesversammlung 2010 in Berlin

   

Landesvorsitzender

Richard Bulheller

Brigadegeneral a.D.

 

 

Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V.

Landesbereich 4

Landesvorsitzender

Brigadegeneral a.D. Richard Bulheller
Wilkenstr. 39

53913 Swistal


Tel: 02255-4258

eMail: richard_bulheller@yahoo.de

 

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