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Nachschau
zur GfW-Jahresfahrt
nach
Aachen und Umgebung
Mit insgesamt 33 Teilnehmern
machten wir uns am Donnerstag, dem 09. September 2010, gegen 07.00 Uhr
mit einem Bus des bewährten Reisedienst Kimmel von Fulda aus auf den
Weg nach Aachen-Würselen, wo wir gegen Mittag die Zimmer im B &B-Hotel
bezogen.
Anschließend fuhren wir zum
nahe gelegenen ESCHWEILER und wurden dort in der
Donnerberg-Kaserne von OTL Dipl.-Ing. Jürgen Werner im Bereich der
Lehrgruppe A der Technischen Schule Landsysteme (TSL) und Fachschule
des Heeres für Technik begrüßt.
Zu Besuch in der
Technischen Schule
Anhand einer sehr informativen
und attraktiven Powerpoint-Präsentation erläuterte uns OTL Werner,
Kommandeur der Lehrgruppe A, Lage und Auftrag seiner Lehrgruppe und
stellte die großzügige Anlage der Donnerberg-Kaserne mit ihren
Ausbildungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen vor.
Im Rahmen eines
Stationsablaufs erhielten wir anschließend eine praktische Einweisung
in die Ausbildung der II. und IV. Inspektion an modernsten
Aufklärungsmitteln, geschützten Fahrzeugen und Großgerät durch
erfahrene Offiziere und Unteroffiziere, allesamt Spezialisten, die mit
ihrem Fachwissen brillierten und einen nachhaltigen Eindruck bei den
Teilnehmern hinterließen.

Vor dem modernsten KPz Leopard II A6
Mit ehrlichem Beifall nach dem
Abschlussgespräch und lobenden Worten für das insgesamt Dargebotene
beim Überreichen des Wappenschildes an OTL Werner, fand das
Besuchsprogramm bei der Technischen Schule einen würdigen Abschluss.

Herzlichen Dank an OTL Werner
Der hervorragende Eindruck von
der Gastfreundschaft der militärischen Komponente unseres
Truppenbesuchs wurde durch das schmackhafte und reichhaltige kalt/
warme Büfett der Betreuungsgesellschaft Donnerberg-Kaserne e.V., unter
Leitung von Herrn Rumba, zum Abendessen und anschließenden gemütlichen
Beisammensein in den Räumen der OHG, noch verstärkt.
Führung Fort Eben-Emael –
Eine militärgeschichtliche Exkursion
Nach dem Frühstück im Hotel
brachen wir am Freitag, den 10. September, um 08.15 Uhr, auf, um mit
dem Bus über die B1 – dem Grenzort VAALS in Holland – über MAASTRICHT
- KANNE in Belgien zum Fort Eben-Emael zu gelangen. Dort erwartete uns
Oberstabsfeldwebel a.D. Otmar Rogge, ausgewiesener Experte für die
detailgetreue Schilderung der handstreichartigen Einnahme des Forts am
10. Mai 1940, einer Festung die vorher als uneinnehmbar galt.

Otmar Rogge (li.) unser Führer im Fort

Aufmerksame
Zuhörerschaft im Fort
Die ausgedehnte Führung durch
das Fortinnere mit seinen gewaltigen Kampf- und
Versorgungsanlagen fand ihren Abschluss mit einem eindrucksvollen
Donnern, bei dem der Lärm der Sprengungen und des herabstürzenden
Treppenhauses nach Detonation einer 50kg-Hohlladung annährend
simuliert wurde.
Otmar Rogge gelang es in
beeindruckender Weise im Innern des Forts und auf der oberirdischen
Anlage des Forts die Schlüssel für den deutschen Erfolg deutlich zu
machen: eine sorgfältige Planung und Vorbereitung der
Angriffsoperation, die Durchführung durch eine Elitetruppe, in der
jeder ein selbständig denkender und im Sinne der übergeordneten
Führung entschlossen handelnder Einzelkämpfer gewesen ist, absolute
Geheimhaltung und neuartige Kampfmittel, bis zu 50kg schwere
Hohlladungssprengmittel.

Auf Kasematte Maastricht 2

Panzerkuppel 120 mm
Nachdem auch die kleine Gruppe
aus MAASTRICHT vom Alternativprogramm (Sightseeing, Shopping etc. in
der historischen Altstadt von MAASTRICHT) zum Mittagessen
zurückgekehrt war, konnte das deftige Mittagessen, bestehend aus
Gulaschsuppe mit Brot und einem frischen belgischen Bier vom Fass, in
der denkmalgeschützten Gaststätte „Le Moulin de Frangèle“ gemeinsam
eingenommen werden.

Das Wappenschild als Dank
Nun war der richtige Zeitpunkt
gekommen, Otmar Rogge herzlich zu danken.
In der Kaiserstadt Aachen
Nach der Rückfahrt ins Zentrum
Aachens wartete ein gut gelaunter Student, Denis Trost, am
Theaterplatz auf die Reisegruppe, um uns auf einen Spaziergang zu den
Sehenswürdigkeiten der Altstadt mitzunehmen.
Mit einer beeindruckenden
Führung durch die Kathedralekirche des Bistums Aachen, dem
UNESCO-Weltkulturerbe des Aachener Domes, wo 31 deutsche Kaiser
gekrönt wurden, konnte der Nachmittag mit einem weiteren Highlight des
Besuchsprogramms beschlossen werden.

Der goldene Karlsschrein

Thron Karls des
Großen
Hürtgenwald –
Militärhistorische Geländebegehung mit Kranzniederlegung
Am Samstag, dem 11. September,
begaben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach VOSSENACK, wo die
geplante Kranzniederlegung am Ehrenfriedhof für die Gefallenen der
Schlacht im Hürtgenwald vorgesehen war. Wegen einiger Baustellen wäre
die Busfahrt fast zur Odyssee geraten, aber unser tüchtiger Busfahrer,
Dieter Berghoff, schaffte es wieder einmal rechtzeitig zum Ziel am
Ehrenfriedhof, wo wir auch Hobby-Militärhistoriker Rainer Monnartz
trafen, Autor des „Militärgeschichtlichen Tourenplaners: Hürtgenwald
1944/ 1945“.
„Zum ehrenden Gedenken – als
Mahnung zum Frieden“, so lautete der Schriftzug auf der goldenen
Schleife des Kranzes, der von Hartmut Kullmann und Michael Trost unter
den Klängen des „Liedes vom guten Kameraden“, gespielt von zwei
Trompetern des Musikvereins Vossenack, am Hochkreuz des Ehrenfriedhofs
niedergelegt wurde.

Ehrenfriedhof Vossenack – Gedenkrede

Zum ehrenden Gedenken

Ich hatt' einen
Kameraden

Nach der Kranzniederlegung

Dank an die beiden
Trompeter
Die in die Grabsteine
gemeißelten Geburtsjahrgänge vieler Gefallener machten einmal mehr auf
erschütternde Weise deutlich, wie blutjung die meisten dieser Soldaten
waren, als sie ihr Leben auf so sinnlose Weise verloren.
Sehr nachdenklich besuchten
wir im Anschluss an diese würdigen Gedenkminuten das Museum
„Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ und begannen nach einem
Einführungsvortrag die eigentliche Geländebegehung auf den Spuren der
sog. „Allerseelenschlacht“, entlang des von den Amerikanern so
benannten „Kall-Trail“. Die für beiden Seiten äußerst verlustreiche
Schlacht tobte vom 02. bis 14. November 1944.
Auf den zum Teil steil
abfallenden oder steil ansteigenden, beiderseits dicht bewaldeten,
Wegen, gelang es unserem kundigen Geländeführer Rainer Monnartz, unter
gespannter Aufmerksamkeit der Zuhörer, packend und realitätsnah die
Dramatik der damaligen Ereignisse zu schildern, die zu einem Albtraum
für Freund und Feind wurden.

Rainer Monnartz beim Beschreiben der strategischen
Bedeutung des Burgbergs (im Hintergrund)

Ein Schützenloch am Kall-Trail
Während der Begehung konnten
wir uns zur Mittagszeit mit leckerem Krustenbraten und Erbseneintopf
vor dem Aufstieg zum Höhenort KOMMERSCHEIDT in der historischen
„Mestrenger Mühle“ im Tal der Kall stärken. Gegen 14.30 Uhr traten wir
fast planmäßig nach herzlicher Verabschiedung von Herrn Monnartz und
einem obligatorischen Gruppenfoto die Heimreise nach Fulda an, wo wir
gegen 19.00 Uhr eintrafen.

Zum Abschied alle vereint in KOMMERSCHEIDT
Als sichtbaren Beweis für eine
gelungene erlebnisreiche Jahresfahrt: Noch im Bus traten 5 neue
Mitglieder der Sektion Fulda bei.
Michael Trost
Sektionsleiter
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