Vortragsabend
mit anschließender
Diskussion
zum Thema
Palästina - Israel:
Ist eine
gemeinsame friedliche Zukunft möglich?
Referent:
Dr. Bassam Disi
Leiter des
Projektbüros der
Hanns-Seidel-Stiftung, Jenin, Westjordanland
am Donnerstag, 08. Juli
2010, 19.30 Uhr
im Brauereigasthof
"Felsenkeller", Leipziger Str. 12, Fulda
*****
Sektionseigener
Bericht
Palästina – Israel:
Ist
eine gemeinsame friedliche Zukunft möglich?
Auf Vermittlung von
OTL a.D. Ulrich Feldmann, dem stv. Sektionsleiter der GfW-Sektion Bad
Kissingen, gelang es der Fuldaer Sektion, Dr. Bassam Disi, den
Büroleiter der Hanns-Seidel-Stiftung im palästinensischen Jenin,
Westjordanland, zum oben genannten Vortragsthema für zahlreiche
Zuhörer in Fulda zu gewinnen.

Aufmerksame Zuhörer
(Zum
Vergrößern: Bild anklicken)
Die Frage nach einer „Friedlichen Koexistenz zwischen Palästina und
Israel“ beantwortete er eindeutig: Die Mehrheit der Menschen in beiden
Ländern will friedlich miteinander leben, wenngleich sich die
Annährung schwierig gestaltet.
Seinen lebendigen,
mit methodischen Hilfsmitteln gestalteten Vortrag gliederte er in
einen geschichtlichen Rückblick wie es zur Gründung des Staates Israel
kam und wie es bis in unsere Tage weiterging. Dabei schilderte er mit
eindrucksvollen Bildern das Alltagsleben der Palästinenser unter der
israelischen Besatzung, ging auf den Bau der Trennmauer um das
Westjordanland ein und ebenso auf die Siedlungspolitik der
israelischen Regierung, besonders die illegalen Siedlungen, gab einen
Einblick in Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft Palästinas und
beendete seinen Vortrag mit einer Übersicht über den Stand des
Friedensprozesses soweit man davon überhaupt sprechen kann.
Was auffiel, Disi
erhob fast nie eine Anklage gegen Israel, ließ nur die Fakten
sprechen, sodass die Zuhörer daraus ihre eigenen Schlüsse ziehen
konnten.
Nach Darstellung der
wechselvollen historischen Entwicklung beider Völker interessierten
die Zuhörer besonders die Schilderungen des Alltags, der allem
Optimismus zum Trotz von vielen kleinen und großen Schwierigkeiten
geprägt ist.
So ist z.B. die
Mobilität der Palästinenser sehr stark eingeschränkt, ständige
Kontrollen und nicht zuletzt die neu errichtete Mauer an der Grenze
lassen selbst kurze Strecken zur Odyssee werden. Fast jeder Autofahrer
hat Pickel und Schaufel im Auto, um als Sperre gedachte Erdwälle
beiseite räumen zu können.

Sektionsleiter Trost überreicht Dr. Disi zum Dank einen
Bonifatius-Bildband
(Zum
Vergrößern: Bild anklicken)
Nach einer äußerst
lebhaften und zum Teil kontrovers geführten Diskussion bedankte sich
Sektionsleiter Trost unter anhaltendem Beifall der Zuhörer mit einem
Bildband über den großen Europäer Winfried Bonifatius, der im Fuldaer
Dom seine letzte Ruhestätte gefunden hat, bei Dr. Disi für sein mit
Herzblut gehaltenes, von großer Sachlichkeit geprägtes Referat und
gleichzeitig OTL a.D. Ulrich Feldmann für die wiederum vorzügliche
Zusammenarbeit mit unserer unterfränkischen Nachbarsektion.
Michael Trost,
Sektionsleiter |