Der Referent des Abends,
Kapitänleutnant Moritz Brake, heute Jugendoffizier und Referent für
Sicherheitspolitik beim Landeskommando Saarland, war nach einem Einsatz im
Rahmen von UNIFIL vor der Küste des Libanon im Jahre 2007 in den Jahren 2010 und
2011 im Rahmen der Operation ATALANTA am Horn von Afrika eingesetzt gewesen und
konnte so aus eigenem Erleben lebhaft und anschaulich über den Einsatz der
deutschen Marine am Horn von Afrika berichten.
Dieser Vortag befasste sich mit dem
Bundesnachrichtendienst (BND), neben dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) für
die innere Sicherheit der Bundeswehr und den Verfassungsschutzämtern (des Bundes
und der Länder) für den Staatsschutz innerhalb Deutschlands der einzige und
klassische Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik Deutschland.
Militär Generalleutnant a. D. Kurt Herrmann berichtete vor der
Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik
Von unserem Mitarbeiter
Jochen Tarrach
Bad Neuenahr. Die Sicherheit vor unerwünschten Ein- und Angriffen in
Datennetze ist ein Thema, das in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen
wird. Das gilt auch besonders für die militärischen Netze. Diese Ansicht
äußerte Generalleutnant a. D. Kurt Herrmann innerhalb seines Vortrages zur
Cybersicherheit vor den Mitgliedern der Gesellschaft für Wehr- und
Sicherheitspolitik sowie der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Mehr als
100 Zuhörer hatten sich im Vortragssaal des Hotels Krupp in Bad Neuenahr
eingefunden, um die Ausführungen des als Vordenker der Streitkräftebasis
bekannten Generals zu hören.
Eigenbericht der Sektion Frankfurt/M.
- Gießen - Marburg
Islamismus – Gefahr für Deutschland?
23. Busecker Forum für Sicherheitspolitik
Von Walter-Hubert Schmidt
Dorothee Dienstbühl während des
Vortrages beim 23. Busecker Forum für Sicherheitspolitik
Buseck (wh). Bis auf den letzten Platz gefüllt
war das Busecker Kulturzentrum. Nachdem noch zusätzliche Stühle bereitgestellt
wurden, konnte H.-Peter Hess, der Sektionsleiter der Gesellschaft für Wehr- und
Sicherheitspolitik Sektion Gießen – Frankfurt - Marburg die Diplom-Sozialwirtin
Dorothee Dienstbühl als Referentin des Abends begrüßen.
Das Thema ist aktueller denn je: Islamismus in
Deutschland – Populismus oder reale Gefahr? Dienstbühl stellte zunächst den
Islam als Glauben vor. „Als Islamismus bezeichnet man die (meist) militante
Forderung nach Wiedereinführung der klassischen islamischen Gesetze, der sog.
Scharia, in den vorwiegend mit muslimischer Bevölkerung bewohnten Gebieten und
Staaten“, so die Referentin. Der Islam als Religion wird geprägt vom
Glaubensbekenntnis, den fünf Geboten, der Fastenzeit, der Pilgerreise und der
Gabe von Almosen. Die unterschiedlichen Glaubensrichtungen werden in
unterschiedliche n Ausprägungen durch die Sunniten, Schiiten und Aleviten
repräsentiert, die sich stark unterscheiden.
Einsatz für mehr Sicherheit
SICHERHEITSPOLITIK Vortrag über internationale Polizeiausbildung in
Afghanistan
Hartmut Großkreuz (links) begrüßte als Gäste (von
links) Kriminaloberkommissar Carsten Rühl, Kriminaloberrätin Katrin
Schmitt und Polizeidirektor Rolf Krämer. (Foto: Henning)
Wetzlar (hg). Als wichtigen Beitrag zur Stabilisierung
der Sicherheitslage
in Afghanistan haben Kriminaloberrätin
Kerstin
Schmitt (Wiesbaden) und
Kriminaloberkommissar
Carsten Rühl (Kassel) die
Mission der deutschen Polizei
dargestellt.
So sehr die Schulungsprogramme
der westlichen Polizisten
bei ihren afghanischen
Kollegen allmählich
griffen, müsse aber weiterhin
auf die Nachhaltigkeit
ihrer Ausbildung geachtet
werden, schränkten die beiden
hessischen Polizeibeamten
ihre positive Lagebeurteilung
ein.
So voll war eine Vortragsveranstaltung der Gesellschaft für Wehr- und
Sicherheitspolitik selten. Über hundert Interessenten konnte der
Vorsitzende Berthold Theus (li.) begrüßen, als Euro-Rebell Frank
Schäffler, Bundestagsabgeordneter der FDP, anreiste.
Der hatte noch nie ein Hehl daraus gemacht, dass er den aktuellen
Eurokurs für falsch hält. Und die Ereignisse auf Zypern spielten ihm
natürlich voll in die Karten. Er habe nichts gegen den Euro, beteuerte
Schäffler, man können aber nicht jedes Land und jede Bank retten. Die
Folgen davon erlebe man täglich in den Medien. Foto: Soremski
Mitglieder der GfW besuchen Stammsitz in Allendorf · Infos über
Bauhandwerk
Allendorf (Eder). Mitglieder der Gesellschaft für Wehr- und
Sicherheitspolitik (GfW) haben den Allendorfer Baustoffhandel Balzer
besucht. Die Geschäftsführer Michael Lay und Stefan Dreher begrüßten
die Gäste im Stammhaus und informierten über die Geschichte der
Firma.
Lay stellte das Unternehmen vor und erläuterte, infolge der
Entwicklungen in der Bauwirtschaft sei auch die Firma Balzer stets
starken Veränderungen begegnet.
Vor rund 100 aufmerksamen
Zuhörern sprach in einer Vortragsveranstaltung der Sektion der als
FDP-Rebell bekannt gewordene MdB Frank Schäffler zum
Thema „Euro – quo vadis?“. Wie der Referent überzeugend darlegte, geht
es unter der Überschrift „Europa“ gewissen Kräften darum,
zentralistisch über Steuern bestimmen und auch Schulden machen zu
können. Die nationalen Parlamente sollen ausgehebelt werden. Zur
Euro-Krise kam es durch die Verletzung zweier Prinzipien.
Marktwirtschaftlich wurde gegen das Haftungsübernahmeprinzip
verstoßen und rechtsstaatlich gegen die eigenen Verträge. Auslöser war
die Politik des leichten Geldes. Die Krise durch noch mehr leichtes
Geld überwinden zu wollen, ist widersinnig. Ein Lenin zugeschriebenes
Zitat: „Wer die bürgerliche Gesellschaft zerstören will, der muss ihr
Geldwesen verwüsten.“ Vertrauen wird zerstört, und der europäische
Gedanke gerät in Verruf. Auch in Zypern wurde jüngst nur eine
Scheinlösung erreicht. Der Referent warb für ein nicht nachlassendes
„jetzt erst recht!“ - Engagement der Bürger. Die anschließende
Diskussion verlief, wie man sich denken kann, sehr lebhaft.
Bad Neuenahr. Die Bundeswehr
wird zukünftig noch über rund 185 000 Soldaten verfügen, aber nicht mehr
allein über die traditionelle Gliederung mit Heer, Luftwaffe und Marine.
Hinzu kommt jetzt die Streitkräftebasis, die personalstärker sein wird als
Luftwaffe und Marine zusammen. Über diese und weitere Auswirkungen der
laufenden Umstrukturierung der Streitkräfte berichtete Generalmajor Peter
Bohrer bei einer Veranstaltung der Gesellschaft für Wehr- und
Sicherheitspolitik in Verbindung mit dem Verband der Reservisten im Hotel
Krupp in Bad Neuenahr. Die sehr aktive Sektion Bad Neuenahr-Ahrweiler der
Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik wird geleitet von Oberst a.D.
Heinz-Gerd Haverbusch, der den Referenten, der 1976 in die Bundeswehr
eintrat und seitdem in unzähligen Verwendungen tätig war, besonders herzlich
begrüßte.
Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik Bad Neuenahr
Die
Streitkräftebasis ist fähigkeitsorientiert
Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Wer Interesse an der „Neuausrichtung der Streitkräftebasis - Sachstand und
Ausblick“ hatte, konnte bei der Gesellschaft für Wehr- und
Sicherheitspolitik, vertreten durch den Sektionsleiter Oberst a. D.
Dipl.-Ing. Haverbusch, dessen Vortragenden zu diesem aktuellen Thema,
Generalmajor Peter Bohrer, Chef des Stabes Kommando Streitkräftebasis (SKB)
der Bundeswehr, unmittelbar erleben.
Die
Entwicklungen im arabischen Raum in den letzten beiden Jahren haben
die in den letzten 50 Jahren praktisch bekannten Strukturen nicht
nur in den betroffenen Ländern, sondern auch im internationalen
Beziehungsgeflecht verändert.
Grundsätzlich ist festzustellen, dass der Einfluss des Westens,
allen voran der USA, aber auch Europas, teils auch aus
jahrhundertealter (bis hin zu den Kreuzzügen!) negativer
historischer Erfahrung im Abnehmen begriffen ist.
In
diesem entstehenden Machtvakuum richten sich auch vor dem
Hintergrund der noch gänzlich unklaren Verhältnisse in den Ländern
der „Arabellion“, die Blicke vieler auf die Türkei, die der einzige
Stabilitätsfaktor in einem Umfeld zerfallender Strukturen zu sein
scheint.
Die
Türkei ist geostrategisch hervorragend positioniert, hat die bei
weitem stärkste Armee in der Region, ist wirtschaftlich erstarkt,
NATO-Mitglied und EU-Aspirant.
Ministerpräsident Erdogan ist charismatischer Führer und seit 10
Jahren in einer unbestrittenen Machtposition mit absoluter Mehrheit.
Dieses war die vom Referenten des Abends, dem Oberst a. D. und
Politikwissenschaftler Heinrich Quaden, skizzierte Ausgangslage, der
die Türkei und die Region aus eigener Anschauung als deutscher
Verteidigungs-Attaché in Ankara und vielen anschließenden Reisen
kennt.
Für ihn
verzichteten Würdenträger aufs Freitagsgebet
Marco Hellgrewe hielt einen eindrucksvollen Vortrag über Afghanistan
LAUTERBACH (dg). Knapp zwei Stunden hörten die über 30 Besucher
einem sehr interessanten Vortrag des aus Alsfeld stammenden
Oberleutnant zur See Marco Hellgrewe im Dorfgemeinschaftshaus über
dessen Einsatz in Afghanistan zu. Er hatte als Interkultureller
Einsatzberater rund 1 300 Gespräche und 812 Versammlungen mit
Taliban, Mudschaheddin, Geistlichen, Gouverneuren und lokalen
Stammesführern geführt und dabei, alleine nur von einem
Sprachmittler begleitet, 29 000 Kilometer kreuz und quer durch das
Land am Hindukusch zurückgelegt.
Neustadt an der
Weinstraße ist eine liebenswerte Stadt am Rande des Haardtgebirges,
das den Ostrand des Pfälzer Waldes bildet. Umgeben von Weinbergen
entlang der Deutschen Weinstraße, gilt die Stadt vor allem als ein
Zentrum der deutschen Weinindustrie.
Historische
Bedeutung erlangte Neustadt aber durch das auf dem Kastanienberg
325 m hoch über der Stadt thronende Hambacher Schloss. Es war am
27. Mai 1832 Schauplatz des Hambacher Festes. Dort wehte zum ersten
Mal die schwarz-rot-goldene Fahne. Die Teilnehmer und Redner des
Festes forderten die nationale Einheit Deutschlands sowie ein
„conföderiertes republikanisches Europa“, Presse-, Meinungs-,
Versammlungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frauen. Es war eine
Massendemonstration, die den Drang der Bürger jener Zeit nach
Mitbestimmung (Liberalismus) und das Streben nach nationaler Einheit
(Nationalstaatlichkeit) zum Ausdruck brachte. Revolutionäre Ideen
einer neuen Staatenordnung, die die absolutistischen
Obrigkeitsstaaten in Europa ablösen sollte, heftig bekämpft von den
konservativen Kräften der Restauration, die nichts unversucht
ließen, jede liberale und nationale Bewegung niederzuhalten. So war
das Hambacher Fest von 1832 sicherlich nicht nur die wichtigste
Episode in der Geschichte des Schlosses, sondern es gilt zu Recht
als eines der bedeutendsten Ereignisse der deutschen
Demokratiegeschichte. Das Hambacher Schloss wird daher heute auch
als Wiege der deutschen Demokratie sowie der europäischen Einigung
bezeichnet.